die band.
gegründet wurde styckwærk im april 2002 ursprünglich als 4-mann-band und hat sich seither im stil von poprock a lá sportfreunde stiller zu einer richtig rockenden punkrock-kapelle gewandelt. freunde des no-idea-sounds aufgepasst! wer auf ehrlichen, durchaus bier- und whiskeygetränkten punkrock im gainesville sound steht, ist bei styckwærk genau richtig. file next to gunmoll, avail, dillinger four, hot water music und muff potter.
die bandgeschichte
sind wir doch mal ehrlich: die meisten band-infos sind unlustige, selbstverherrlichende scheiße, die das papier oder gegebenenfalls den webspace auf dem sie geschrieben wurden nicht wert sind. du bekommst ein paar namen von vergleichbaren bands hingedropt und ansonsten gibt’s noch einen haufen selbstbeweihräucherung, der, wenn eigenlob stinken würde, ziemlich bald zu einem netten kleinen krieg führen würde, da das ganze definitiv eine massenvernichtungswaffe der übelsten kategorie darstellen würde. ich habe allerdings keine ahnung, wie man ein bandinfo anders schreiben soll und werde es aus diesem grund genauso machen wie alle anderen. - nein, ich mache es schlimmer! und dies im festen vertrauen darauf, dass eigenlob tatsächlich eines tages stinken wird und, dass ich dann - wenn es mit dem rockstartum nicht hinhauen sollte - die schrecklichste aller waffen in händen halten werde und die welt um 1 mio. dollar ..., ähhh..., hundert zilliarden dollar (gibt’s das überhaupt) erpressen kann. an dieser stelle müsste man jetzt das geräusch einfügen, das dr.evil immer macht, wenn er seine fiesen pläne verkündet und sich den kleinen finger süffisant an den mundwinkel legt. dummerweise habe ich nicht den blassesten schimmer, wie ich dieses grandiose zischen in die lateinische ausgangsschrift transformieren soll. fangen wir also an!
die hypergrandiosen styckwærk haben ihre wurzeln im frühjahr 2002 - der dunkle lord edmund versuchte gerade von bayern aus ganz deutschland zu unterwerfen - als andreas lammer auf einem schüleraustausch in naoussa, griechenland den peter stahmer kennen lernte. peter stahmer? saublöder name für einen griechen. na ja war ja auch keiner, sondern nur eine jahrgangsstufe unter dem ehrenwerten herrn lammer und bis dahin noch nicht von der weisheit seines geistigen auges erblickt worden. über gemeinsame musikalische vorlieben kamen sich die beiden dann schließlich näher und beschlossen eine band zu gründen. es traf sich hierbei ausgezeichnet, dass andreas schon jahrelang gitarrenunterricht gehabt hatte und peter als sohn eines musikprofessors nicht nur musikalisch begabt, sondern auch des bassspielens mächtig war.
wieder zurück in good old germany - wer hat eigentlich diese scheißphrase erfunden? deutschland ist scheiße, keine rede von „good old“ (okay, hiermit habe ich auch das punkklischee erfüllt, also weiter im text) - rekrutierte man relativ bald raphael „x-raf“ schönweitz, sohn des religionslehrers moses und klassenkumpel peters als schlagzeuger und im sommer 2002 gab peter den bass an jonathan seipp ab - ebenfalls von der selben schule - und übernahm die zweite gitarre und zunehmend den gesang. die nächsten neun monate war es ruhig um die band, doch am 15. mai 2003 gaben die vier ihren ersten auftritt im gewölbe des würzburger jugendzentrums b-hof im vorprogramm der gar nicht mal so unbekannten pinkostar statt und war aufgrund des zahlreichen erscheinens diverser sympathisanten, verwandten und bekannten auch bereits ein ziemlich großer erfolg. das was man damals noch cordhosenpunk (in anlehnung an den cordhosenrock von tocotronic u.a.) nannte, kam grandios beim publikum an: es gab eine moshpit so groß wie der bodensee und diverse hüpfeinlagen des publikums lösten ein erdbeben der stärke 42 auf der nach oben offenen richterskala aus. nach dem gig wurde backstage mit pinkostar, die allerdings relativ bald weitermussten, da ihr drummer nicht ganz fit war, und den besten freunden ziemlich derbe gefeiert. um deutlich zu machen, was derbe meint: meine wenigkeit (der infoschreiber) hat am nächsten tag in der schule ins waschbecken gekotzt … denkt euch den rest!
in den nun folgenden acht monaten spielten styckwærk ein dutzend konzerte in würzburg und umgebung und qualifizierten sich mit dem song „eigentlich“ aus über 70 bands zusammen mit 14 anderen acts der unterschiedlichsten musikrichtungen für den heimatsampler des bezirkes unterfranken. na toll, scheiß staat schon wieder?! naja, nicht ganz, denn in der jury saß zum beispiel tobias kuhn von würzburgs über die grenzen hinaus erfolgreichen indie-band miles, außerdem releaste man im dezember 2003 die in eigenregie auf raf’s dachboden in grottiger qualität aufgenommene ep „momentaufnahme“. im februar 2004 aber kam der große knall: peter verließ die band, da er sich „musikalisch weiterentwickelt“ hatte. styckwærk verlor auf einen schlag die stimme und die hälfte des kongenialen gitarrenduos lammer/stahmer! die band brauchte einige zeit um das wegzustecken, doch andreas griff tapfer zum mikrofon und nach drei monaten pause kehrte styckwærk zurück. und sie hatten sich ziemlich verändert: sie waren härter geworden. hätte anlässlich eines früheren gigs das würburger magazin mujuk noch den vergleich zu tocotronics „digital ist besser“-zeiten gezogen, waren die vergleiche nun andere. andreas begeisterung für gainsvilles finest „hot water music“ hatte sich deutlich im gesang niedergeschlagen und statt peters dirk-von-lotzow-sound-alike-stimme ertönte nun ein organ, das chris wollard von besagten „hot water music“ alle ehre gemacht hätte. musikalisch war das ganze bedeutend straighter geworden und ließ sich, um in floridas musikmetropole gainesville zu bleiben, mit gunmoll, grabass charlestons, den against me (ohne die akustikstücke) oder fat wrecks dillinger four vergleichen: schneller emopunk mit kehligem, gainesville-typischem gesang also. wenn muff potter gern als die hot water music deutschlands bezeichnet werden, so dürfte man styckwærk die deutschen grabass charlestons oder, um ein bekannteres beispiel zu nennen, avail genannt werden.
freunde des no-idea-sounds aufgepasst! wer auf ehrlichen, durchaus bier- und whiskeygetränkten punkrock steht, ist bei styckwærk genau richtig. check it out!
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